Dienstag, 23. März 2010

von der zeit

zeit is ja was wirklich lustiges, einmal steht sie - in der schule, auf der uni oder in der arbeit, dann hüpft sie - beim weggehen, und dann vergeht sie ganz still und heimlich einfach so und ohne, dass frau es mitbekommt und das ist irgendwie schade.

am anfang der schlumpfenzeit dacht ich, es dauert alles viel zu lange, jetzt, gegen ende, hab ich das gefühl, ich sei es erst seit gestern. was aber sicher auch daran liegt, dass ich mich irgendwie wieder wie am anfang fühle - körperlich und psychisch gebeutelt.

am intensivsten erfährt frau das aber, wenn sie ihre vergangenheit vorgeführt bekommt.
so wie in den letzten tagen, als die adoleszenzhelferinnen und ich uns im schönen deutschland trafen und ein noch schöneres wochenende miteinander verbrachten.

4 tage hab ich mich ein bissal wie in einer zeitmaschiene, deren zeitsprungaggregat kaputt ist, gefühlt.
wir sehen anders aus, wir haben alle ein anderes leben, wir sprechen über andere dinge - und trotzdem sind wir uns so nahe, wie vor 10 Jahren, als wir uns gemeinsam durch unsere pupertät gequält haben.

ich habe mich die letzten neun monate immer wieder grafragt, was ich dem schlumpf wünsche, welche weichen ich ihm stellen möchte, was ich ihm mitgeben will.

jetzt ist zumindest diese frage geklärt: liebe frau schlumpf, ich wünsche dir, dass du solche helferinnen bekommst, ich werde dir meine leihen (die sich sicher auch verleihen lassen werden), wenn du sie brauchst und ich werde dich deine eigenen suchen lassen, egal wie seltsam sie mir vorkommen mögen.

Dienstag, 17. November 2009

ungeheuerlichkeiten

durch die gnade der geburt hab ich ja die ehre, einen schönen, roten Eu pass zu besitzen und mich selbst einheimisch schimpfen zu können.
das ist ja noch keine große leistung, im gegenteil, es ist einfach nur glück.

jetzt sollte es aber sein, dass wir, also der göttergatte und ich, zwei verschiedene farben am pass haben. ich rot, er grün, die passfarbe war uns ja eigentlich wurscht.

offensichtlich aber nur uns, denn eine verkettung dummer gesetztesänderungen, verbunden mit idiotischen vorurteilen haben uns ja bekanntermaßen eine 1066 tage andauernde "prüfungszeit" beschert, die wir von rechts wegen bestanden haben (und nebenbei die wirtschaft belebt) und jetzt seit ca. einem jahr die bewilligung (von rechts wegen) haben, gem. in land des roten passes zu leben, ich mit rotem pass, der göga mit einer schweinchenrosa karte.

illusorischer weise dachten wir ja, dass jetzt eigentlich alles soweit gut sein müsste, der göga mach einen auf integrations (von rechts wegen), ich einen auf ehefrau, sozusagen als ausnahme von der eingesperrten und misshandelten binationalen/bisreligiösen Ehefrauen regel.

jetzt kündigt sich der nachwuchs an, und ob das von rechts wegen ok ist, bin ich mir nicht mehr sooo sicher. bisher bin ich ja der vorstellung nachgehangen, dass es unsere entscheidung ist, welchen nachwuchs wir wann wo und wie in die welt setzen.

ich find die sache mit den verschiedenen wurzeln ja ziemlich cool, ich denk mit ja, das macht sinn und stellt eher eine chance, als eine hürde für den nachwuchs dar.
nicht, dass mir das jetzt einfach so eingefallen wäre. vor ein paar wochen noch war mir das ja eigentlich wurscht. ich hab eher ans mutter vater kind spielen gedacht und nicht an die besonderen besonderheiten des gespenstes (zumindes die, die über die mütterliche verklärtheit hinauslaufen).

in den letzten wochen wurde ich aber eines besseren belehrt.
ich muss mir überlegen, wie ich der (weißen) welt begreiflich mache, dass das gespenst keine kreuzung darstellt, und auch keinen süßigkeiten ähneln wird.
ehrlich, ich würd lieber über übelkeit, kindergärten, schwangerschaftsstreifen.... reden, nicht über die sinnkrise des gespenstes, wenn es erkennt "anders" (ich hasse dieses wort) zu sein.
weil anders nämlich offensichtlich schlimm ist.

ebenso wenig mag ich mir anhören, dass das gespenst ja eigentlich kein roter pass besitzer ist, bestenfalls ein rot-grün gepunkteter und das ich neben dem göga, dann mein kind integieren muss (was der göga sicher besser kann).
nicht, dass ich was gegen den grüngepunkteten pass etwas hätte, im gegenteil, ich find bunt ja schön, die krux ist, dass gepunktet von rechts wegen nun mal nicht schön ist, sondern potentiell gefährlich (und dumm, kann es ja nicht gscheit deutsch).

ich habe auch weder die lust noch die energie dazu, mir zu überlegen, welche gefahren auf das rotgrüne gespenst zukommen werden, wenn es von rot besitzern angespuckt und beschimpft und von grünlingen entführt werden wird.
dazu habe ich weder lust und energie, weil ich eigentlich der illusion nachhänge, dass ihm weder das eine noch das andere passieren wird. PUNKT
ich bin der meinung, dass ich mir darüber jetzt noch keine sorgen machen muss, die sache mit den hormonen und dem kindergarten is so schon anstrengend genug.

das lustigste, was mir heute angetragen wurde, war dass das gespenst nicht einentlich ein kulturvermittler ist, kind is es keines mehr.

Sie denken jetzt vielleicht, dass ich übertreibe oder überreagiere, dass diese dinge ja nicht bös gemeint sind.
damit haben sie vermutlich recht, niemand verletzt schwangere frauen mit absicht.

trotzdem sollte von der schwangeren frau, dem göga und dem gespenst nicht verlangt werden, sich nach einer normalität zu sehnen, die a) weder existiert und b) bis vor einigen wochen nicht mal im ansatz wünschenswert gewesen wäre.

weil wir finden rotgrüne punkte schon (und das von unserem rechts wegen)

Donnerstag, 12. November 2009

vom Einkaufen

Da ich ja mit dem Rauchen, Trinken und allen anderen lustigen, aber ungesunden Dinge aufgehört habe und nebenbei auch noch die Herberge für einen kleines Gespenst spiele, haben sich neben meinen Lebensumständen auch meine körperlichen Umstände ein bissal verändert.

Zwar hat mich das Gespenst netterweise davon abgehalten, nach dem rauchen aufhören zu viel zuzunehmen (im Gegenteil, ich habe noch nie so viele Toiletten mit dem Gesicht voran besichtigt), leider entwickelt es im Moment einen ungeheueren Essdrang, der nur durch LKW große Ladungen direkt in meinen Mund befriedigt werden kann, wobei der kleine Mitbewohner alles liebt, was ich, die Herbergsmutter eigentlich verabscheue. Ich musste also leidvoll erfahren und lernen, dass ich keine Kontrolle mehr über meine Essgelüste habe.
Da der kleine Wurm im moment einen unglaublichen Apetit auf salat und ananas oder fleisch mit fleisch hat, ähnlich ich entweder einer wiederkäuenden kuh oder eben einem löwen, der sich gerade an einem eben erlegten tier weidet.

Und weil der kleine Alien so viel isst, wird er immer größer - und das heißt, er braucht mehr Platz, was wiederum massive auswirkungen auf mein körperliches aussehen hat. ich werde einfach dicker.

Nun bin ich schon so dick, dass ich mich ins allerheiligste gewagt habe. Die Schwangerschaftsmodenabteilung in Modehäusern.
Nicht als Besucherin, sondern als Teilnehmerin.
Ich sag Ihnen, es war aufregend.

als würden sich leoparden aneinander annähern und beschnuppern, mit dem wissen, irgendwie zusammenzugehören und doch getrennt zu sein.

Da gibt es z.B. die New Herberggeberinnen, also die, welche eine Premiere erleben.
Die schleichen mit einem seeligen lächeln um die hosen, tätscheln verliebt die schwangerschaftseinbauten oder schauen ob der technik dieser kleidung, verwirrt durch die gegend.
Lustig bei denen ist auch, dass ihr Bauch noch nicht mal im Ansatz erkennbar ist (für das ungeschulte Auge)
Jede andere Herbergsmutter wird von den Newlingen seelig angelächelt und nebenbei schonungslos auf den bauch gestarrt.
Die Neuen können auch stunden in der Schwangerschaftsmodenabteilung verbringen, zum einen weil es dort so schön ist und zum anderen, weil es so verwirrend ist, etwas zu finden, dass auch in gaaanz dicken zeiten noch tragbar ist.
Vielleicht gibt es diese kleidung auch nicht und die newlinge wissen das bloß noch nicht.

Wie auch immer, nach den Newlingen kommen schon die Profis.
Frau stürmt mit bereits ausgewachsener Herberge ins Geschäft, schnappt zielsicher ein paar Sachen, zischt die newlinge an (sie sollen ihre kleidung nicht wegnehmen), verschwindet in die Kabine und schwupps, ist sie schon wieder draußen - perfekt eingekleidet.
Leider haben die Profis keine Zeit, die NEwbies hätten sooo viele fragen.

Und dann gibt es nocht die Herbergsgöttinnen.
Die absoluten Königinnen unter den Herbergsgeberinnen. Sie kommen mit gewachsener HErberge und ehemaligen Mitbewohnern ins Geschäft. die mitbewohner reißen schreiend alles herunter oder liegen brüllend am boden. die Göttin schafft es trotzdem, einzukaufen und den newbies mit rat und tat zur seite zu stehen, bevor sie mit den ehemaligen mitbewohnern und neuer kleidung von dannen zieht und sowohl die Profis als auch die Newbies mit offenen mündern zurück lässt.
ich sag Ihnen, diese Frauen sind die echten Heldinnen !!!!

Freitag, 18. September 2009

von süchten

Da habe ich nun tatsächlich aufgehört zu rauchen, oder besser gesagt - ich wurde aufgehört zu rauchen.
Seitdem hab ich mir sagen lassen, dass ich eine leidenschaftliche raucherin war- wie wahr wie wahr.
ich sag es ihnen, es is so eine sache mit den süchten - wobei ich ja finde, ein zwei süchtchen gehören zum leben ja dazu.
sobald es sie nicht mehr gibt, fällt auf, wie wichtig sie eigentlich waren, oder besser gesagt, wie gewohnt man an sie war (ich denk da immer an Mr. HIggens aus my fair lady, der meine "ich war so gewöhnt an ihr gesicht").
Genau, ich war gewöhnt an meine zigaretten. die beruhiguns- die morgen - die langeweile - die nervös, die denk und vieeellle andere auch.
Seit ich also nicht mehr rauche, versuche ich mir andere muster anzutrainieren und ich suche nach anderen möglichkeiten der beruhigung, langeweile vertreiben und zum denken, wobei v.a. letzteres sehr schwer möglich ist und ich keinen ersatz gefunden habe.
Wider erwarten hilft es auch nicht wirklich, wenn ich darüber rede, im gegenteil. und passivrauchen is grauslich.

wenn es aber nur das rauchen wäre, nein, ich trinke auch keinen kafee mehr (auch das nicht wirklich freiwillig). was nun zur folge hat, dass ich bis 16.00 nicht munter und aufnahmebereit, geschweige denn leistungsfähig bin.

zwei leidenschaften sind verschwunden, ich fühle mich ein bissal kastriert (zumindest glaub ich, dass mann sich so fühlt) und bin mittlerweile äußerst ratlos - aber gesund ; )

Donnerstag, 10. September 2009

Exakt zwei Monate mussten Sie, werte Leserschaft, nun ohne mich auskommen. Ich weiß, Sie haben gelitten, geweint, sich Sorgen gemacht, gebizzelt, gerätselt, Sie konnten weder schlafen, essen oder sonst etwas machen, ohne über meine Abwesenheit nachzudenken.
Ihr Soziotop hat Sie bereits abgeschrieben, weil Sie den PC nicht mehr verlassen haben und fassungslos auf den Bildschirm starten.

Wissen Sie was, mir is es ähnlich gegangen. Nach längerem nicht schreiben begann der Streß, etwas schreiben zu müssen. Nicht einfach nur etwas, sondern etwas intellegentes, gscheites, weltbewegendes. Ich sag Ihnen, das ist ganz schön unglaublich großer Megadruck.

Nachdem ich nun schon viele Zeilen und Buchstaben verschwendet, oder besser gesagt mit versülzt habe (und glauben Sie mir, ich werde ganz enttäuscht sein, wenn ich sehe, dass SIE nichts kommentieren, ihre Freude nur zurückhaltend zeigen oder mich einfach nicht mehr lesen), haben Sie sicher erkannt, dass mir beim besten Willen nichts weltbewegendes, neues, gscheites oder eben intelligentes eingefallen ist.

Ich kann Ihnen nur zwei Botschaften mitgeben:
1) zum Rauchen aufhören macht keinen Spaß, ist aber befriedigend
2) 11 ist die schönste Zahl der Welt und Millimeter das beste Wort. 11mm also die höhste Glückseeligkeit, die zu erreichen ist.

herzlichst und bis bald
Ihre Schneekönigin

Freitag, 10. Juli 2009

Jahrestage

Jahrestage gibt es ja wie Sand am Meer eines jeden/einer jeden ErdenbürgerIn und es ist so eine Sache mit den Jahrestagen - sie werfen eine Menge Fragen auf und sind manchmal (oder besser gesagt sehr oft eigentlich) eine äusserst mühsame, langweilige und seltsame Angelegenheit.

Nehmen wir zum Beispiel Geburtstage.
Die gehören ja zu den angenehmen Jahrestagen, es gibt ein festgelegtes Ritual, meistens was gutes zu essen und zu trinken und wenn frau ganz besonders grosses Glück hat, dann sogar eine famose Fete.
Wenn da nicht - auf seitens des Mitfeierers die Geschenkefrage wäre, die Zeitfrage, die Lust und Laune Frage und auch ein bissal die Neid Frage (oder finden sie es ganz toll, wenn das Geburtstagskind mit den schönsten Freunden, besten Feten und tollsten Geschenken aufwartet?).
Der Befeierte wiederum muss sich mit der Tatsache anfreunden, wieder ein Jahr älter geworden zu sein, eine famose Fete planen und hoffen, dass auch wer kommt (sonst is er ja ein loser), sich mit dummen geschenken herumplagen.... und dann muss er auch noch gut gelaunt sein !!

Dann gibt es da noch die Familienfest und Feiertage, die sehr schnell ins unerträgliche abrutschen können und oft ein bissal mehr pflicht sind und deren Sinn sehr verschleiert wird, wer macht sich schon zu weihnachten wirklich gedanken über jesus sein heil? Sie sind mit sehr seltsamen Ritualen gespickt, von denen manche gar keinen spass mehr machen (ich denke immer an das unerträglich grauenhafte essen und die nicht weniger grauenhaft schleppende konversation) und bei denen man - im gegensatz zu weihnachten - noch nicht mal beschenkt wird.

wenn wir uns jetzt schon über die verschiedenen jahrestagsarten gedanken machen, dann dürfen wir natürlich die Schleierhaften nicht vergessen. dazu gehören -für mich- alle national-und religionsfeiertage. Sind schön, weil keine arbeit, aber warum und wozu weiß eigentlich niemand so genau.

na ja und dann gibt es noch die weniger schönen jahrestage, an denen einem einfällt, dass jemand verstorben is - die machen noch nicht mal annähernd spass sondern deprimieren nur (Ostern ausgenommen).

soviel mal zu den jahrestagen, die einem äusseren Plan folgen- also nicht wirklich selbst bestimmt sind.

neben diesen jahrestagen gibt es noch die individuellen, also diese, welche sich jedeR selbst aussucht, die keinem Zwang oder äusseren umständen unterliegen, sondern selbst mit Ritualen versehen oder mit Freude vergessen werden.
Wenn sie mich fragen, dann sind das die interessanten - aber auch stressigsten, weil sie ja ein gewisses maß an engagement erforden. So erbarmen sich weder wirtschaft noch familie und erinnern einen daran, frau muss sie selbst merken, tut sie es nicht, ist mitunter mit erheblichen konsequenzen zu rechnen. Ausserdem wollen diese Jahrestage selbst geplant und zelebriert werden oder eben mit genuss vergessen.

Da gibt es z.B. den berühmt berüchtiten Jahrestag, den Hochzeitstag, den erstes Kennenlernen, erster Kuss, erster Sex Tag (JA, es gibt tatsächlich menschen, die darauf wert legen), also diese "...zum ersten Mal tage". Die sind mir persönlich ja eher egal.
Ist die Beziehung dann vorbei gibt es das ganze mit dem adjektiv "letzter" davor. ICh muss gestehen, die sind immer ein schöner grund zum feiern und daher bei mir beliebt.

Es gibt Matura, Uniabschluss, Sponsionsfeiern, Kinderzeugungs und eine Menge anderer Jahrestage, die frau mit mehr oder weniger inbrunst begehen oder ignorieren kann.

Und für mich -und jetzt komme ich endlich zu dem, was mir eigentlich am Herzen liegt- gibt es noch ganz andere von diesen Jahrestagen, die schmerzhaft und schauderhaft zugleich sind. Die mich jetzt - ein Jahr später - ein bisschen vor ihrer eigenen Courage erbeben lassen, und mich gleichzeitig stolz machen.
ICh nenn die mal "schwrns" Tage (nein, ich habe mich nicht vertippt, sondern das wort gerade erfunden) und im Juli gibt es eine Menge davon.

Da wäre z.B. der heutige Tag, der zehnte juli.
Heute vor einem Jahr war ich mir nicht sicher, ob es jemals wieder gut werden würde, mein Leben. Heute vor einem Jahr haben ist der Göttergatte mit einem koffer voller habseeligkeiten und mir im anhang weggefahren. heute vor einem Jahr war morgen vor einem Jahr oder eben heute (also heute in einem Jahr ein sehr unsicherer und mit panik erfüllter Tag).
Heute vor einem Jahr konnt ich mir nicht vorstellen, dass es sowas wie normal gibt.
und gleichzeitig war heute vor einem Jahr auch der Tag, den wir herbeigesehnt haben, auf den wir uns gefreut haben, weil er den Anfang vom Ende bedeutet hat. Weil der zwar der Anfang einer reihe von grauslichen Tagen war, wir aber wussten, dass die grauslichen tage ein ende haben werden.
Dieser 10 Juli ist der Tag, an dem die Warteschleife begann und damals wusste keiner, wie lange sie dauert.
Kurz gesagt, heute vor einem Jahr war ein seltsamer tag, der mich heute (ein jahr später) nachdenklich macht, von dem ich noch immer nicht verstehe, warum er nötig war (ich hätt ihn ausgelassen, aber mich hat ja niemand der gottoberen gefragt).

es gibt im Juli auch noch den Dakar tag, der doch irgendwie schön war.
Und es gibt dann noch den -bisher schlimmsten tag in meinem leben- den 30. Juli, an dem ich ohne göttergatte ins flugzeug steigen musste und den ich am allerliebsten nie wieder haben möchte - auch nicht erinnern. Den ich sozusagen mit seinen freunden (also eine woche vorher und seine drei folgemonate) einfach auslassen möchte - aber dann würd auf den Juli der November folgen und somit kein Sommer mehr da sein und damit würd ich mich sehr unbeliebt machen.

hm, ich weiss noch nicht so genau, wie ich diese Schwrns tage begehen soll, welche rituale und sachen ich an sie hängen soll, mal sehen, vielleicht freu ich mich einfach, dass sommer ist und das ende erreicht.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Verblödung

Ich arbeite ja mit Sprache - sehr viel sogar.
Das heißt, ich verdiene meinen Unterhalt hauptsächlich durch Sprechen und Schreiben.

(wenn sie jetzt meinen, ich mach etwas angesehenes, autorin, journalistin oder ähnliches, dann muss ich sie entäuschen)

Sprache - oder besser gesagt- Sprechen, gehört aber auch ganz klar zu meiner Berufung, manche würden gesprächig wohl als eine der ersten eigenschaften meiner person nennen, müssten sie mich beschreiben.

Ich stehe in der Regel so um 6.30 morgens auf und rede dann mal sofort gleich mit dem göttergatten.
ab 9.00 rede/schreibe ich dann beruflich - das berufliche sprechen dauert bis 16. 00

um 16.00 habe ich also bereits 9,5 stunden mit sprechen/schreiben verbracht.
dann wird noch privat getratscht.
wenn ich mich also ins bett lege, dann habe ich 7 stunden beruflich geredet und geschrieben, dazu kommen noch ca. 6 stunden privat und semi-beruflich geschrieben und geredet.

Wen wundert es also, wenn ich dann SO einen schmarrn schreibe und SO aussehe: